DLM: 30.000 Zuschauer - Meisterschafts-Rekorde - Tolle Stimmung
Strahlender Sonnenschein, angenehme Temperaturen, ein volles Stadion an zwei Tagen und eine ganze Reihe von Top-Leistungen. So lassen sich die Deutschen Leichtathletik Meisterschaften am Wochenende im Eintracht-Stadion zusammen fassen.
Lob an die Organisatoren von DLV-Sportdirektor Thomas Kurschilgen, die in weniger als sieben Monaten dieses sportliche Event auf die Beine gestellt haben. "Es war sportlich sehr gut, eine emotionale DM, gut besucht und gut organisiert", sagte er bei der Abschluss-Pressekonferenz am Sonntagnachmittag.
Eine Woche vor den Europameisterschaften in Barcelona präsentierten sich die deutschen Leichtathleten durch die Bank in Top-Form, allen voran Hochspringerin Ariane Friedrich, die die 2-Meter-Marke am Samstagabend übersprang, bei 2,03 m dann pazte. Dass dabei ein ganzes Stadium den Atem anhält und förmlich mitgeht beim Sprung, dankte die Spitzensportlerin dem Braunschweiger Publikum. Mit Sören Ludolph gewann am Sonntag dann auch noch ein für die LG Braunschweig startenden 800-Meter-Läufer und wieder war ein ganzes Stadium schier aus dem Häuschen.
30.000 Zuschauen an beiden Tagen sahen im "kleinen Hexenkessel" von Braunschweig spannende Wettkämpfe - mit den beiden sogenannten Finalblocks an den beiden Nachmittagen fielen die Entscheidungen Schlag auf Schlag und die Zuschauer hatten kaum Pause. Dank der neuen Nordkurve, die an beiden Tagen fast ausverkauft war, hatten zum einen die Läufer mit keinen Fallwinden mehr zu kämpfen und zum anderen die Zuschauer hier auf den Rängen allerbeste Sicht und waren im Zieleinlauf bei allen Läufen hautnah dabei.
Sportlich zufrieden waren die Athleten der insgesamt 47 Entscheidungen, die ihre Norm für die EM jetzt erfüllt haben und am Ende der Woche nach Katalanien reisen dürfen. Enttäuschung dagegen bei Weitspringer Sebastian Bayer und Hochspringer Raul Spank, die die Norm nach Verletzungen und Operationen nicht erfüllen konnten.
Lob gab es jede Menge auch von den Sportlern, die sich in Braunschweig sichtlich wohl gefühlt haben. Es sei das schönste Leichtathletik-Stadion Deutschlands, meinte gar Diskus-Weltmeister Robert Harting und Hürdenläuferin Carolin Nytra ergänzte: Braunschweig ist jetzt so ein niedlicher kleiner Kessel" und die Stimmung während ihres Endlaufs sei richtig abgegangen.
Jetzt bewirbt sich Braunschweig um die Team-Europameisterschaft 2013. In den nächsten Monaten soll eine Kommission den deutschen Bewerber mit den besten Aussichten finden - im Rennen um die Ausrichtung sind neben Braunschweig noch Erfurt und Ulm.


